Die guten Inhaltsstoffe für die Haut

Kleines Lexikon der Inhaltsstoffe

Ätherische Öle

Wenn Pflanzen einen intensiven Geruch verströmen, kann man einen hohen Gehalt an ätherischen Ölen voraussetzen. Jeder nimmt den angenehmen Duft von Rosen, Lavendel und Küchenkräutern wahr. Als sekundäre Pflanzenstoffe wirken ätherische Öle auf geistig-seelischer wie auf körperlicher Ebene. Die Öle sind komplexe Vielstoffgemische unterschiedlichster Zusammensetzung. Sämtliche Körperstellen, die reich an Haarausgängen, Schweiß- und Talgdrüsen sind, nehmen ätherische Öle sehr gut auf. Zu beachten ist, dass die Öle hochkonzentriert sind und nie unverdünnt auf die Haut aufgetragen werden sollten!

Bioaktives Wasser

Der natürliche Wassergehalt in Obst und Gemüse ist ein perfekter Katalysator. Besonders viel davon kennen wir u. a. aus der Gurke. Dieses Wasser ist lebendig, energiereich und auf natürliche Weise aufgewertet. Das Wasser der Pflanzen hilft der Haut zu regenerieren und befeuchten.

Bitterstoffe

Bitterstoffe wirken antibakteriell und regen dabei nicht nur Leber und Galle an, wenn sie z. B. mit einem Wermut nach fettreicher Kost getrunken werden. Auf der Haut regenerieren sie die Hautbarriere, indem sie den Stoffwechsel anregen und können sogar bei Neurodermitis zur Linderung beitragen.

Carotine

Carotine wirken auf der Haut reizlindernd, anti-oxidativ, entzündungshemmend und schützen mit ihren Eigenschaften die Haut vor Irritation.

Chlorophyll

Chlorophyll wirkt ebenfalls reizlindernd und wichtig: Chlorophyll besitzt äußerst kurze Siedezeiten.

Enzyme

Es gibt Tausende verschiedene Enzyme. Die meisten Enzyme sind Proteine. Enzyme sind für den Gärungsprozess verantwortlich. Bekannt sind die Vorgänge in der Essigherstellung aus Fruchtsaft. Auch Wein entsteht durch Gärung der Traubensäfte. Für die Haut sind Enzyme hervorragende Frischebringer. Sie beleben und reaktivieren.

Fette/Öle

Fette sind primäre Inhaltsstoffe und schützen, wie z. B. Wachs oder tierisches Wollfett, die Zellen der Haut.

Flavonoide

Flavonoide, z. B. auch Anthocyane und Carotinoide, sind Polyphenole und somit sekundäre Stoffe, die das Immunsystem stärken, adstringierend auf der Haut wirken und die Hautzellen schützen. Polyphenole sind weitestgehend hitzestabil; dies gilt auch für Farben (z. B. beim Rotkohl). Die Kartoffel enthält ebenfalls Anthocyane, die jedoch nicht fettlöslich sind. Dies ist auch der Grund, dass die Farbe z.B. einer Roten Beete nicht in das Öl gelangen kann. Ein hohes Aufkommen findet man in Möhren, Sanddorn und der Ringelblume.

Gerbstoffe

Gerbstoffe sind adstringierend. Mit dieser Eigenschaft sind sie auf der Haut pilzhemmend und wirken antibakteriell. Sie sind in der Lage die Haut zu straffen.

Mineralstoffe

Früchte, wie der Pfirsich, liefern der Haut sehr viele Mineralstoffe, wie Kalium, Kalzium, Magnesium und Eisen.

Phytohormone

Im Frühling treiben die aus der Gemmotherapie bekannten Hormone in den frischen Knospen der Blüten und Blätter. Phytohormone unterstützen die Verjüngung der Hautzellen und geben der Haut mehr Vitalität.

Schleimstoffe

Schleime mobilisieren die Abwehrzellen und sind immunstärkend. Auf der Haut spenden sie Feuchtigkeit. Bekannte Pflanzen sind echte Aloe Vera und auch Lein, den meisten als Leinsamen aus dem Müsli geläufig.

Saponine

Saponine schäumen in Verbindung mit Wasser. Sie verbinden sich auch mit Fett. Besonders in Zitrusgewächsen sind viele Saponine enthalten. Efeu und Rosskastanie schäumen ebenfalls kräftig. So wirken Saponine entzündungshemmend und ebenfalls antibakteriell.

Spurenelemente

Unter anderem zählen Eisen, Kobalt, Jod oder Selen zu den Spurenelementen. Auch Silizium zählt dazu. Silizium strafft das Bindegewebe der Haut und stärkt Nägel wie Haare. Enthalten ist Silizium in Spargel, Hafer und Getreide.

Vitamin C

Bestens bekannt ist uns allen Vitamin C. Es bietet einen hervorragenden Zellschutz. Es bleibt größtenteils erhalten, sofern genügend andere Stoffe vorhanden sind. Mittlerweile weiß man ebenfalls, dass Paprika, Grünkohl und Sanddorn nur 10 % ihres Vitamin C-Gehalts beim Kochvorgang verlieren.